einer sehr praktischen Beobachtung: Neuangekommene hatten enormen Informationsbedarf, klassische Flyer funktionierten aber kaum. Filmemacher Michael Preßer, Medienkünstler Florian Penner und Kommunikationsdesigner Christian Bart trafen sich im Saarbrücker Geflüchteten Netzwerk „Ankommen“ und bündelten ihre Kompetenzen aus Film, Design und Vermittlungsarbeit. Die Idee war, Informationen dort zu platzieren, wo sie tatsächlich genutzt werden – in kurzen, professionell produzierten Videos auf Social Media. Von Beginn an arbeiteten wir mehrsprachig und partizipativ, mit Menschen mit und ohne Fluchterfahrung vor und hinter der Kamera. So entwickelte sich fugeefilms schnell von einer spontanen Idee zu einem offenen, integrativen Kollektiv, das Information nicht nur erklärt, sondern verständlich, zeitgemäß und auf Augenhöhe vermittelt.
der anfänglichen Projektidee eine Struktur: fugeefilms gründete sich als gemeinnützige GmbH in Saarbrücken. Inhaltlich entwickelten sich die Projekte stetig weiter. Auf die frühen Informationsformate folgten größere, teils landes- und bundesweit sichtbare Projekte zu Demokratie, Teilhabe, Arbeit, Migration und sozialer Gerechtigkeit.
fugeefilms arbeitet heute mit Kommunen, Landes- und Bundesinstitutionen sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen zusammen und verlagert seine Arbeit zunehmend auch in den öffentlichen Raum – in Ausstellungen, Kampagnen, Installationen und hybride Formate.
das Kollektiv mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit saarländischen Staatspreisen für Design, die die gestalterische Qualität und die gesellschaftliche Relevanz der Arbeiten würdigen: WEBiTIPP (Preisträger 2017), CI und PR-Kampagne „Landes-Demokratiezentrum Saarland“ (Preisträger 2021), „com:unity – Plattform für gelebte Demokratie” (Anerkennung 2021), „Walk of Pride” (Anerkennung 2021), „Kriegsmädchen” (Preisträger 2023), „Lauffeuer der Demokratie” (Anerkennung 2023) und „LDZ Wohnzimmer” (Preisträger 2025).
Mit dem Kulturpreis für Kunst des Regionalverbands Saarbrücken 2024 erhielt diese Arbeit eine weitere öffentliche Anerkennung: ausgezeichnet wurde nicht ein einzelnes Projekt, sondern ein Ansatz, der Gestaltung, Film und gesellschaftliches Engagement konsequent zusammendenkt.